Geräte und Ausrüstung
Beschreibung
60 pflanzliche Kapseln zu je 500 mg - Gesamtgewicht 30 g
Verzehrempfehlung
Täglich 2 x 1 Kapsel mit einem Glas Wasser zu einer Mahlzeit, in Situationen erhöhten Bedarfs auch mehr.
Hinweise
Die Ernährung sollte abwechslungsreich und ausgewogen sein, denn der Körper braucht Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und andere Vitalstoffe zur Erhaltung seiner Leistungsfähigkeit und Abwehrkraft. Da unser Körper die meisten dieser Vitalstoffe nicht selbst herstellen kann, müssen sie mit der täglichen Nahrung oder als gezielte Nahrungsergänzung aufgenommen werden.
Nahrungsergänzungsmittel sollen nicht als Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung dienen, sind aber als Ergänzung sinnvoll. Die empfohlene Tagesdosis soll nicht überschritten werden. Außerhalb der Reichweite kleiner Kinder sowie kühl und gut verschlossen aufbewahren.
Zutaten

Für Vegetarier geeignet. Frei von Gluten. Ohne Milchzucker. L-Arginin, Hydroxypropylmethylcellulose (Kapselhülle)
Tabelle der Inhaltsstoffe
| Inhaltsstoff | Pro Kapsel | Pro Tagesverzehr |
|---|---|---|
| L-Arginin | 500 mg | 1000 mg |
Wissenswertes zu Arginin
Arginin ist eine semiessenzielle Aminosäure, die normalerweise mit der Nahrung aufgenommen oder im Körper gebildet wird. Während des Wachstums, bei schweren Infektionen und Verletzungen ist der Organismus auf zusätzliche Zufuhr angewiesen. Diese Aminosäure wird für das normale Funktionieren der Hirnanhangdrüse gebraucht, wo sie zusammen mit Ornithin, Pheylalanin und anderen Substanzen für Synthese und Freisetzung des Wachstumshormons benötigt wird. Arginin vermag die Immunabwehr zu steigern, indem es die Thymusdrüse anregt, in der die T-Lymphozyten gespeichert werden. Arginin kann ihre Zahl erhöhen und sogar die Bildung natürlicher Killerzellen aktivieren, die den Körper bei der Abwehr von Krebszellen unterstützen können.
Welche Funktionen erfüllt Arginin im Körper?
Blutgefäße: Arginin ist die Vorstufe des gasförmigen Neurotransmitters Stickstoffmonoxid (NO), der eine wesentliche Rolle bei der Regulation der Gefäßspannung, der Immunabwehr und bei zahlreichen Nervenfunktionen spielt. Arginin setzt in den Endothelzellen des Arterien Stickoxid frei und trägt zu einem verbesserten Blutfluss bei, da die Arterien sowie die kleinen Blutgefäße (Arteriolen) des Herzens sich erweitern, und so die Herzleistung verbessert wird.
Über die Freisetzung von Stickoxid verbessert Arginin die Durchblutung und Sauerstoffversorgung der Blutgefäße, senkt damit den Blutdruck und hemmt die Zusammenballung der Blutplättchen. Krankheitsbedingte Störungen der Stickoxid-Produktion spielen eine Schlüsselrolle bei Koronarer Herzkrankheit, Bluthochdruck und Herzinsuffizienz.
Immunsystem: Arginin regt die Produktion weißer Blutkörperchen an. Aktivierte Makrophagen (Fresszellen) verwenden das hoch reaktive und instabile Stickoxid zur Abwehr krankmachender Mikroorganismen. Bei Tumor tragenden Mäusen ist nach Arginingabe eine Verlangsamung des Tumorwachstums und Reduktion der Metastasenbildung beobachtet worden.
Eiweißstoffwechsel: Arginin hilft dem Körper, das im Eiweiß-Stoffwechsel anfallende giftige Ammoniak zu Harnstoff umzubauen. Bei eingeschränkter Leberfunktion kann sonst Ammoniak direkt in den großen Blutkreislauf gelangen und schwere Hirnschäden verursachen. Arginin ist zusammen mit den Aminosäuren Glycin und Methionin an der Biosynthese von Kreatin beteiligt, das eine zentrale Rolle im Energiestoffwechsel der Zellen spielt.
Hormone: In höherer Dosierung steigert Arginin die Ausschüttung von Wachstumshormon, Insulin, Prolactin und Glucagon. Wachstumshormon steigert den Muskelaufbau und regt den Abbau von Fettgewebe an
Unfruchtbarkeit/Erektionsstörungen: Aus Arginin bildet der Körper Ornithin, das Grundstoff für die Synthese von Spermin und Spermidin ist, die in hoher Konzentration in der Spermienflüssigkeit vorkommen. Beide sind bedeutend für Zellteilung und Stabilisierung der DNS. Arginin erhöht die Anzahl und Beweglichkeit der Spermien. Über die Freisetzung von Stickoxid und Wechselwirkung mit dem Enzym Ganylatcyclase werden Wirkungen wie bei Viagra erreicht. In einer randomisierten, doppelblinden und Placebo kontrollierten Studie an Männern mit Erektionsschwierigkeiten führte eine Gabe von 5 Gramm L-Arginin täglich zu einer signifikanten Verbesserung der Sexualfunktion.
Stress: Ein ausreichender Argininspiegel im Körper bewirkt, dass die Nebenniere die Stresshormone Noradrenalin und Adrenalin ausschüttet.
Wundheilung: Arginin kann die Erneuerung von Gewebe fördern, indem es die Ablagerung von Kollagen an der Wunde anregt.
Diabetes: Arginin unterstützt die Wirkung von Insulin und hilft, den normalen Blutzucker- und Blutfettspiegel im Körper aufrecht zu erhalten.
Grüner Star (Glaukom): Die gefäßerweiternde Eigenschaft von Arginin kann auch zur Senkung des Augeninnendrucks beitragen.
Erhöhter Bedarf bei:
Infektanfälligkeit, im Wachstum, Mangel- oder Fehlernährung, schweren Verletzungen, Operationen, schweren Krankheiten, chronischer Niereninsuffizienz
Literatur:
Uwe Gröber: Orthomolekulare Medizin, Wissensch. Verlagsgesellschaft Stuttgart 2008
Burgersteins Handbuch Nährstoffe, Haug Verlag 2002
Earl Mindell: Die neue Vitaminbibel, Heyne Verlag 2007
Dietl/Ohlenschläger: Handbuch der Orthomolekularen Medizin, Haug Verlag 2001






